Kleidung des Punkers

Die klassische Oberbekleidung des Punkers ist das T-Shirt. Es wird eine weite Schnittform mit weitem Halsausschnitt bevorzugt. Der Halsausschnitt wird oft mit einer Schere erweitert. Kragen werden einfach herausgerissen. T-Shirts können in allen Farben getragen werden. Extrem bunte Shirts waren jedoch eher in den 80er Jahren beliebt. Bevorzugte Farben sind heute vor allem Rot, Schwarz und Weiß. Großflächige Musterung wird eher vermieden. Ausnahmen sind Schriftzüge, die über das ganze T-Shirt verteilt sind, oder Batikmuster. Wesentlich häufiger sind Aufdrucke in Form von Bildern und einzelnen Schriftzügen auf Vorderseite oder Rückenteil. Inhaltlich handelt es sich hier um Bandshirts, Polit-Shirts oder sogenannte Fun-Shirts.

Bandshirts wie in den Onlineshops tragen neben dem Namen der Band zusätzlich Sprüche und Bilder (z.B. „Chaos-Ich bin Müll doch ihr seid dreckig“). Politische Aussagen auf T-Shirts richten sich in der Regel gegen Nazis oder gegen Polizei und Bundeswehr (z.B. „Helfen sie der Polizei und verprügeln sie sich selbst“57 oder „Den letzten holt die Bundeswehr – wir sind die Asche von Morgen“). Fun-Shirts (engl., fun – Spaß) beziehen sich meistens auf Alkohol. Die Bilder können in ähnlicher Weise unterteilt werden: Fotos von Punkbands sind auf Bandshirts zu sehen (nicht selten auch von ‚historischen‘ Gruppen wie den Pistols). Atompilze, Totenköpfe mit Soldatenhelm oder Hakenkreuze auf Polit-Shirts verweisen auf die politische Haltung bzw. Anti-Haltung. Pornografische Motive wie nackte Frauen in SM-Kleidung oder Phallussymbole sind unter der Kategorie der Fun-Shirts einzuordnen.

Eine entscheidende modische Neuerung sind Shirts in Netzstrumpfoptik. Solche Netzshirts werden über oder unter T-Shirts getragen – häufiger von Punkerinnen, aber auch von Punkern. Pullover werden eher selten getragen und wenn, dann ausschließlich in sehr weiter Schnittform mit extrem weitem Halsausschnitt und in „Löcheroptik“. Es handelt sich meistens um großmaschige Strickpullis, die einem Kettenhemd ähneln. Gelegentlich sind auch ausgewaschene Kapuzenshirts zu sehen. Für Wärme sorgen oft sogenannte Holzfällerhemden mit Karomuster.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *